Pfarrkirche Zwiesel mit Blick auf den Bayerischen Wald Info Icon Foto: Markus Kornexl

Zwiesel

Stadtpfarrkirche "St. Nikolaus"

Mit ihrem 86 m hohen Kirch­turm — dem höchs­ten in der Diö­ze­se Pas­sau — ist das neu­go­ti­sche Got­tes­haus das domi­nie­ren­de Wahr­zei­chen der betrieb­sa­men Stadt.

Erbaut wur­de der drei­schif­fi­ge rote Back­stein­bau in den Jah­ren 1892 bis 1896 nach Plä­nen des Münch­ner Archi­tek­ten Johann Bap­tist Schott (1853 — 1913) und sehr bald wur­de das Got­tes­haus als Dom des Baye­ri­schen Wal­des” bezeich­net. Bei der umfang­rei­chen Gesamt­re­no­vie­rung von 1983 bis 1987 erhielt der Innen­raum eine neue Farb­ge­bung, die den Raum­ein­druck stei­gert und die archi­tek­to­ni­sche und künst­le­ri­sche Qua­li­tät des Got­tes­hau­ses zur vol­len Ent­fal­tung bringt.

Zen­tra­le Mit­te sind seit die­ser Zeit der moder­ne Mit­tel­al­tar und der Ambo aus Ton-Kera­mik des 1940 gebo­re­nen Künst­lers Horst Foch­ler aus Ihr­ler­stein bei Kel­heim, die auf einer Insel unter­halb der Vie­rung errich­tet wur­den und in idea­ler Wei­se mit der neu­go­ti­schen Kir­chen­aus­stat­tung (Hoch­al­tar, Sei­ten­al­tä­re, Kan­zel, Kreuz­weg und Chor­ge­stühl) har­mo­nie­ren. Bemer­kens­wert sind die lebens­gro­ße Sta­tue des gefes­sel­ten Hei­lands, ein Werk des bedeu­ten­den Augs­bur­ger Roko­ko­bild­hau­ers Ehr­gott Bern­hard Bendl aus dem Jahr 1730 in der lin­ken und die Pie­ta, die ein unbe­kann­ter Meis­ter aus dem Mond­see­ge­biet um 1550 geschaf­fen hat, in der rech­ten Seitenkapelle.

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Pfarrkirche Zwiesel mit Blick auf den Bayerischen Wald
Innenraum der Stadtpfarrkirche Zwiesel mit Blick in den Kirchenraum, hinten Hochaltar, mittig Volksaltar

Orgel

Info Icon Peter Kreutzer

Die Zwie­se­ler Orgel besitzt 48 Regis­ter ver­teilt auf drei Manua­le. Ein ita­lie­ni­sches Rück­po­si­tiv, ein fran­zö­si­sches Schwell­werk und ein Haupt­werk mit spa­ni­scher Trom­pe­te ermög­li­chen es, nahe­zu jede Lite­ra­tur stil­ge­recht zu inter­pre­tie­ren. Das Instru­ment wur­de 1979 von der Pas­sau­er Orgel­bau­fir­ma Eisen­barth gebaut, wobei aus finan­zi­el­len Grün­den zunächst nur zwei Manua­le (Haupt­werk und Schwell­werk) spiel­bar waren. Nach der Gesamt­re­no­vie­rung der Stadt­pfarr­kir­che wur­de das Rück­po­si­tiv aus­ge­baut und die ande­ren Wer­ke um wei­te­re Regis­ter ergänzt.

Disposition

Haupt­werk II. Manu­al C — g”’ 

  • Bour­don 16
  • Prin­zi­pal 8
  • Holz­flö­te 8
  • Spitz­flö­te 8
  • Okta­ve 4
  • Kop­pel­flö­te 4
  • Super­ok­ta­ve 2
  • Kor­nett 58
  • Mix­tur 6f 1 1/3
  • Trom­pe­te 8
  • Trom­pe­ta da batal­la 8

Rück­po­si­tiv I. Manu­al C — g”’ 

  • Prin­ci­pa­le 8
  • Voce uma­na 8
  • Bordo­ne 8
  • Otta­va di leg­no 4
  • Cor­no dol­ce 4
  • Duo­de­ci­ma 2 2/3
  • Quin­ta­de­ci­ma 2
  • Cor­net­ta 1 3/5
  • Vige­si­ma secon­da 1
  • Cim­ba­let­ti 4f 2/3
  • Vio­lon­cel­lo 16
  • Trom­bon­ci­ni 8

Schwell­werk III. Manu­al C — g”’

  • Trich­ter­prin­zi­pal 8
  • Flu­te har­mo­ni­que 8
  • Vio­la da Gam­ba 8
  • Voix cele­s­te 8
  • Vio­le 4
  • Flu­te octa­vi­an­te 4
  • Nazard 2 2/3
  • Tier­ce 1 3/5
  • Octa­vin 2
  • Lari­got 1 1/3
  • Plein jeu 52
  • Bom­bar­de 16
  • Trom­pet­te har­mo­ni­que 8
  • Haut­bo­is 8
  • Clai­ron 4

Pedal C — f

  • Pres­tant 16
  • Sub­baß 16
  • Groß­quin­te 10 2/3
  • Octav­baß 8
  • Baß­flö­te 8
  • Piff­aro 24
  • Rohr­pfei­fe 2
  • Hin­ter­satz 54
  • Posau­ne 16
  • Trom­pe­te 8

Spiel­hil­fen:

  • Kop­peln I/II, III/II, I/P, II/P, III/P
  • 3 freie Kombinationen
  • 1 freie Pedalkombination
  • Zun­gen ab
  • Tut­ti
  • Zun­gen­ein­zel­ab­stel­ler
  • Wal­ze

Bergkirche "Maria Namen"

Die Stadt­pfarr­kir­che ist der Stolz, die Berg­kir­che aber das Herz der Zwieseler”

Zwieseler Sprichwort

Etwa 200 m links ober­halb der Stadt­pfarr­kir­che steht die Berg­kir­che Maria Namen” (Patro­zi­ni­um am 12. Sep­tem­ber), einst das Ziel vie­ler Wallfahrer.

Der Bau aus dem Jah­re 1767 ist 26 m lang und 11 m breit und ersetz­te eine Mari­en­ka­pel­le, die 1682 von Franz Casi­mir Brandt und sei­ner Gat­tin Anna gestif­tet und erbaut wor­den war. Die Fres­ken die­ser Roko­ko­kir­che schuf Franz Anton Rauscher (1731 — 1777), der mit Recht als der Maler des Baye­ri­schen Wal­des in der Barock­zeit gilt und in über 20 Kir­chen gear­bei­tet hat. Den Hoch­al­tar krönt das Gna­den­bild der Rosen­kranz­ma­don­na, das in der 2. Hälf­te des 18. Jahr­hun­derts ent­stan­den sein dürf­te. In den Jah­ren 1994 bis 1997 wur­de die Berg­kir­che grund­le­gend reno­viert. Horst Foch­ler schuf den neu­en Zele­bra­ti­ons­al­tar und Ambo, sowie das Gehäu­se für die neue Orgel. Mit der Fei­er der Berg­ab­lass­wo­che” im Sep­tem­ber, von Papst Pius IX. am 30. Juli 1867 in Rom durch päpst­li­ches Bre­ve für ewi­ge Zei­ten” ver­lie­hen, will die Pfar­rei die alte Wall­fah­rer­tra­di­ti­on, von der die Votiv­bil­der im Altar­raum zeu­gen, wie­der erneuern.

Sehr beliebt ist die Berg­kir­che als Hochzeitskirche.

Altarraum der Bergkirche mit Volksaltar und Hochaltar, mittig das Wallfahrtsbild "Maria in den Rosen"
Die Bergkirche im Schnee

Orgel

Die Orgel in der Bergkirche auf der Empore Info Icon Peter Kreutzer

Bau­jahr: 1998
2 Manua­le
10 klin­gen­de Regis­ter
mecha­ni­sche Spiel- und Registertraktur

Disposition

I. Manu­al C‑f”’

  • Prin­zi­pal (W) 8
  • Flau­to 8
  • Prin­zi­pal 4
  • Flö­te (W) 4
  • Okta­ve 2
  • Mix­tur 3f 1 1/3

II. Manu­al C‑f”’

  • Copu­la 8
  • Flö­te (W) 4
  • Fla­geo­lett 2
  • Ses­quial­te­ra 2 2/3

Pedal C‑d’

  • Sub­bass 16
  • Prin­zi­pal (W) 8

Kop­peln
I/P II/P II/I

(W) = Wechselschleife