Pilgerwege + Wallfahrten
Bergkirchenwallfahrt
Archiv der Pfarrei Zwiesel
Von der Bergablasswoche zur Bergkirchenwallfahrt
Das Wort Ablass klingt veraltet und überholt in unseren Ohren. „Vollkommener Ablass = Nachlass aller zeitlichen Sündenstrafen, welche nach würdiger Beichte und Kommunion in der Bergkirche gewonnen werden kann“, so lesen wir es in der Chronik.
Dieser Ablass geht auf eine religiöse Woche zurück, die alljährlich Anfang September in der Bergkirche zu Zwiesel bis heute begangen wird. Papst Pius IX. hat durch ein Schreiben einen vollkommenen Ablass „für ewige Zeiten“ verliehen. Tausende Pilger kamen damals zu diesem Anlass in die Bergkirche. Heute, 150 Jahre später, ist aus der „Bergablasswoche“ die „Bergkirchenwallfahrt“ geworden. In diesen Zeitraum fallen das Patrozinium, ein ökumenisches Friedengebet und die Lichterprozession für Familien. Eingeladen dazu sind neben allen Gläubigen aus dem Stadtgebiet besonders die Menschen aus den Dörfern und den Nachbarpfarreien. Höhepunkt ist aber die Musikantenwallfahrt.
Die Bergkirche, das Herz der Pfarrei Zwiesel, soll wieder zu dem werden, was es schon einmal war: ein Ort, wo Betende ins Zwiegespräch mit der Gottesmutter kommen und ihre Sorgen und Nöte vorbringen können.
Fußwallfahrt Neukirchen beim Hl. Blut
Archiv der Pfarrei Zwiesel
Die Wallfahrt zur Madonna von Neukirchen beim Heiligen Blut zählt seit Jahrhunderten zu den bedeutendsten bayerischen Marienwallfahrten. Sie besteht seit mehr als 500 Jahren. Seit mehr als 275 Jahren pilgern Menschen aus Zwiesel und Umgebung zu Fuß auf dem gut 40 Kilometer langen Weg der Neukirchen-Wallfahrt.
Die Wallfahrt findet immer am Samstag vor dem Fest Christ Himmelfahrt statt.
Die Pilger starten für die gut 40 km lange Strecke um 4.30 Uhr an der Stadtpfarrkirche in Zwiesel.
Guntherweg
Carl Christian Snethlage
Durch das Pfarreigebiet St. Nikolaus Zwiesel läuft über ca. 8 km der „Gunthersteig“. Er ist mit 11 Stationen gestaltet, die zu besinnlichen Pausen einladen.
Dieser über tausend Jahre alte Weg folgt den Spuren des Hl. Gunther, der im Jahr 1011 das Kloster Niederalteich verließ und mit einigen Weggefährten die Rodungsarbeit im Waldgebiet begann. Endpunkt des Weges ist das böhmische Dobrá Voda, der letzte Aufenthaltsort des Heiligen. Wer den ganzen Steig vom Kloster Niederalteich bis nach Dobrá Voda gehen möchte, muss ca. 90 km bewältigen
Jugendfußwallfahrt Altötting
Seit 1946 machen sich junge Menschen Ende April jedes Jahr zu Fuß auf den Weg nach Alötting. Der BDKJ und das Bischöfliche Jugendamt Passau organisieren die 2tägige Fußwallfahrt auf zwei Routen beginnend in Osterhofen und Passau. Bereits einen Tag zuvor beginnt eine erste Pilgergruppe ab Regen den dann 120km langen Wallfahrtsweg.
- Beginn in Regen (1. Tag)
-
05:30 Uhr Gottesdienst in der Stadtpfarrkirche
- Beginn in Osterhofen (2. Tag)
-
05:30 Uhr Gottesdienst in der Basilika Altenmarkt
- Beginn in Passau (2. Tag)
-
04:45 Uhr Gottesdienst im Dom St. Stephan
- Abschluss in Altötting (3. Tag)
-
20:00 Uhr Gottesdienst in der Basilika St. Anna
St. Anna Wallfahrt
Die Anfänge dieser Wallfahrt gehen auf die Initiative des Ehepaars Helga und Jürgen Huttner zurück, die nach der Grenzöffnung die zerstörte St. Anna Kapelle auf dem Hüttenberg in der alten tschechischen Heimat in Böhmisch Eisenstein/Zelesna Ruda mit tschechischen Freunden wieder aufbauten und eine grenzüberschreitende Wallfahrt begründeten. Die Wallfahrt ist leider in den Coronajahren 2020 – 2022 eingeschlafen. Die Wallfahrt fand immer am letzten Samstag im September statt, Beginn war um 6.30 Uhr ab Stadtpfarrkirche Zwiesel.